Eine grosse dänische Studie mit Daten von rund 3 Millionen Frauen untersuchte, ob hormonelle Verhütungsmittel mit bestimmten Gestagenen das Risiko für Meningeome (Tumore der Hirnhaut) erhöhen. Dazu wurden über 25 Jahre 1.473 Frauen mit einem neu diagnostizierten Meningeom mit 14.717 vergleichbaren Frauen ohne Meningeom verglichen.
Die wichtigsten Ergebnisse:
Die Forscher betonen, dass Meningeome insgesamt selten sind. Auch wenn das relative Risiko bei einigen Präparaten erhöht war, bleibt das absolute Risiko für die einzelne Anwenderin gering, insbesondere bei jüngeren Frauen. Die Ergebnisse sollen daher nicht verunsichern, sondern Ärztinnen und Ärzte sowie Patientinnen bei der Wahl eines geeigneten Verhütungsmittels unterstützen.
Aufgrund der Grösse der Studie und der biologischen Plausibilität liefern die Ergebnisse wichtige Hinweise, die bei der Nutzen-Risiko-Abwägung hormoneller Verhütungsmittel berücksichtigt werden sollten.
Referenz: Hasselblad Lundstrøm N, Hjorslev Knudgaard M, Skaarup Pedersen M, Schougaard Christiansen ML, Wessel Skovlund C. Contraceptive Progestogens and Incident Meningioma. JAMA Netw Open. 2026;9(7):e2622603. doi:10.1001/jamanetworkopen.2026.22603