Die Studie untersucht, ob der Vitamin-D-Spiegel im mittleren Lebensalter mit frühen biologischen Zeichen einer späteren Demenz zusammenhängt – noch bevor Symptome auftreten. Die Forscher fanden einen klaren Zusammenhang zwischen niedrigerem Vitamin-D-Spiegel und stärkerer Tau-Ablagerung im Gehirn viele Jahre später.
Teilnehmer waren 793 Erwachsene mit einem Durchschnittsalter zu Beginn von etwa 39 Jahren. Niemand hatte Demenz oder kognitive Symptome.
Bei Alzheimer spielen vor allem zwei Eiweißablagerungen eine Rolle:
Tau
Tau verklumpt innerhalb von Nervenzellen und steht besonders eng mit:
in Verbindung.
Amyloid-beta
Amyloid lagert sich früher ab, erklärt aber oft schlechter, wie stark jemand später geistig abbaut.
Die Studie fand:
Das macht die Ergebnisse besonders interessant.
Menschen mit höheren Vitamin-D-Werten im mittleren Lebensalter hatten später weniger Tau-Ablagerungen im Gehirn, besonders in Regionen, die früh von Alzheimer betroffen sind. Der Zusammenhang blieb bestehen, selbst nachdem viele Einflussfaktoren berücksichtigt wurden.
Die Forscher fanden:
Die Studie deutet darauf hin, dass Vitamin D möglicherweise:
und dadurch langfristig das Risiko neurodegenerativer Veränderungen senken könnte.
Besonders wichtig:
Die Vitamin-D-Messung erfolgte Jahrzehnte vor möglichen Symptomen. Das spricht dafür, dass das mittlere Lebensalter eine wichtige Phase für Prävention sein könnte.
Referenz: Mulligan, M. D., Scott, M. R., Yang, Q., Wang, R., Ghosh, S., Johnson, K. A., Beiser, A. S., Seshadri, S., & McGrath, E. R. (2026). Association of circulating vitamin D in midlife with increased tau-PET burden in dementia-free adults. Neurology® Neuroimmunology & Neuroinflammation, 2(2), e000057. https://doi.org/10.1212/WN9.0000000000000057