Havard-Studie von 2025: Konsum von rotem Fleisch und verarbeitetem Fleisch ist mit einem erhöhten Risiko für Demenz und schnellerem geistigem Abbau verbunden

Kernaussage der Studie: Ein hoher Konsum von rotem Fleisch und besonders verarbeitetem Fleisch (z. B. Wurst, Speck, Hotdogs) ist mit einem erhöhten Risiko für Demenz und schnellerem geistigem Abbau verbunden.

 

Studiendesign

     

  • Sehr grosse US-Langzeitstudie (über 130.000 Personen)
  • Beobachtungsdauer: bis zu 40+ Jahre
  • Regelmässige Erfassung von Ernährung und kognitiver Leistung
  •  

Ergebnisse

     

  • +13 % höheres Demenzrisiko bei regelmässigem Konsum von verarbeitetem rotem Fleisch
  • +14 % mehr subjektive Gedächtnisprobleme
  • Schnelleres „Gehirnaltern“: etwa +1,6 Jahre pro zusätzlicher täglicher Portion
  • +16 % mehr subjektive Gedächtnisprobleme bei Konsum von rotem Fleisch
  •  

Wichtiger Befund (praktisch relevant)

     

  • Ersatz von verarbeitetem Fleisch durch Nüsse, Hülsenfrüchte →

    ~20 % geringeres Demenzrisiko

  •  

Mögliche Gründe

     

  • Gesättigte Fette, Salz und Zusatzstoffe
  • Entzündungen und Gefässschäden
  • Veränderungen im Darmmikrobiom (z. B. TMAO)
  •  

Einordnung

     

  • Beobachtungsstudie → zeigt Zusammenhang, keine direkte Ursache
  • Aber biologisch plausibel und konsistent mit anderen Studien
  •  

Fazit

 

Je mehr verarbeitetes und rotes Fleisch, desto höher das Risiko für Demenz.

Eine pflanzenbetonte Ernährung scheint dagegen das Gehirn zu schützen.

 

Referenz: Li Y, Li Y, Gu X, Liu Y, Dong D, Kang JH, Wang M, Eliassen H, Willett WC, Stampfer MJ, Wang D. Long-Term Intake of Red Meat in Relation to Dementia Risk and Cognitive Function in US Adults. Neurology. 2025 Feb 11;104(3):e210286. doi: 10.1212/WNL.0000000000210286. Epub 2025 Jan 15. PMID: 39813632; PMCID: PMC11735148.